Du bleibst doch immer, was du bist

Goethe lässt Mephistopheles zu Faust sagen:

Setz’ dir Perücken auf von Millionen Locken,
Setz’ deinen Fuß auf ellenhohe Socken,
Du bleibst doch immer, was du bist.

Gilt “Du bleibst doch immer, was du bist” auch für mich
(= Jörg Schumann)?

JA sagen jene, welche mich mögen: „Du bist immer der geblieben, der Du warst. Trotz zweier unterschiedlicher Gesellschaftssysteme, die Dein Leben erheblich beeinflusst haben, hast Du Dein eigenes Ich unverfälscht bewahrt. Mit dieser starken Eigenprägung bist Du einen Weg gegangen, der steinig und uneben war. Dennoch – oder gerade deshalb – erzieltest Du in beiden Systemen beachtliche berufliche Erfolge. Gleichwohl musstest Du lernen, mit persönlichen Niederlagen umzugehen.“

NEIN entgegnen andere: „Fett schwimmt immer oben! Du hast Deine Persönlichkeit „in den Wind gehangen“ – hast Dein Denken, Handeln und Verhalten den „Systemen“ angepasst. Kurz: Du bist ein Opportunist.”

Ich meine:

1 Es sind bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die wir in unserem Leben ausprägen, und die uns zu dem machen, was wir sind.

2 Gleichwohl leben wir in einem gesellschaftlichen Umfeld, das unser eigenes Ich beeinflusst, es fördert oder hemmt.

3 Authentisch sein heißt, sich zum eigenen Ich zu bekennen, es lernend weiterzuentwickeln und seine Persönlichkeit zu bewahren, ohne sich zu überhöhen, zu erniedrigen oder gar zu verbiegen.

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