Strategische Neuausrichtung

Teil 2 der Reihe “Führungskompetenz im Mittelstand”

Von Dr. oec. habil. Jörg Schumann; Ausgabe 2/2007 P.T. Magazin

Die strategische Neuausrichtung der Unternehmen – als beste Antwort auf die verschärftenWettbewerbsbedingungen -, sollte auf eine nachhaltige Geschäftsentwicklung zielen. In diesem Sinne stellen Sie als Entscheidungs- und Verantwortungsträger eines kleinen und mittleren Unternehmens ja wohl zuerst die Frage nach dem Wohin der Entwicklung: Quo vadis, Unternehmen?

Ihr visionäres Denken mit Zielbezug ist hier gefragt. Mit dem zweiten Schritt beginnt die strategische Führung: Sie (und Ihr Führungsteam) sollten sich fragen, auf welchen Wegen Ihr Unternehmen bestmöglich zu dem Wohin, den strategischen Zielen, gelangt. Im Folgeschritt werden Sie sicher die Frage beantworten, welche Denk- und Handlungsmuster der im Unternehmen Beschäftigten in besonderem Maße geeignet sind, die Ziele zu erreichen. So, Schritt für Schritt, könnten Sie bei der strategischen Neuausrichtung systematisch vorgehen. Hierzu mein Vorschlag:
Führungskonzept
Bestimmen Sie für jedem Arbeitsschritt (WAS tun?) das zu erzielende Ergebnis (WAS erzielen), die bevorzugt anzuwendenden Methoden (WIE erzielen) und Instrumentarien (WOMIT erzielen). Beginnen Sie mit dem Vervollständigen der Arbeitsschritte.

Eine praktisch erprobte Folge lautet:
1 Nehmen Sie eine erstrebenswerte Zukunft als Unternehmensvision mit Zielbezug gedanklich vorweg.

2 Legen in Ihrer Unternehmensstrategie den Weg zu den Zielen fest. Als Zeithorizont wählen Sie für ein kleines und mittleres Unternehmen einen Dreijahresbezug.

3 Entwickeln Sie ein Unternehmensleitbild als „Grundgesetz“ des Denken und Handelns.

4 Verknüpfen Sie Vision, Strategie und Leitbild mit vier Führungsperspektiven: der Finanz-, Kunden-, Prozess- und Mitarbeiterperspektive („Balanced Scorecard“, abgerüstet für Mittelständler).

5 Definieren Sie jede Führungsperspektive über Ziele, Leistungskennzahlen, Zielvorgaben und Ziel führende Maßnahmen.

6 Steuern Sie die Zielerreichung mittels Erfolgscontrolling.

Für den 1. Arbeitsschritt ist die WAS / WIE / WOMIT-Relation wie folgt beschreibbar:
Arbeitsschritt Unternehmensvision entwickeln
Zu erzielendes Ergebnis Führungsdokument, Teil 1: Unternehmensvision, Strategische Ziele
Methode Brainstorming, Szenarios, Moderation
Instrumentarien Führungsklausur, -workshop, -beratung, -coaching

Aus diese Art und Weise können Sie unschwer das Führungskonzept vervollständigen.
Das Besondere dieses Konzepts ist die zu verwirklichende Einheit von Visionärem, Strategischem und Operativem (Alleinstellungsmerkmal). Die strategische Neuausrichtung wird somit letztlich im Tagesgeschäft umgesetzt.

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