Buch: „Mut zum Aufbruch, deutscher Mittelstand!“

Mut zum Aufbruch, deutscher Mittelstand Buchcover

Autor: Jörg Schumann
Herstellung/Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt 2006
ISBN 3-8334-4285-9. 208 Seiten, Hardcover. 28.80 Euro inkl. 7 % MwSt.

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INTERVIEW mit dem Autor

Das Interview, das Alexander Hiller, Portalmanager von newsropa.de, mit mir führte, basierte auf der Zielstellung des Internet-Portals, auf zukunftsweisende Ideen, innovative Projekte und Unternehmenserfolge im Osten Deutschlands hinzuweisen, die nicht jeden Tag in der Zeitung stehen –, also auch auf mein Buch.

Newsropa: Herr Dr. Schumann, was ist denn das Besondere des Buchs?
Schumann: Vier Merkmale zeichnen das Buch aus: Das „Drehbuch“, der „Tabubruch“ bei Erfolglosigkeit und Firmenpleiten, der konsequente Praxisbezug und der Zugewinn an Führungskompetenz beim Leser.

„Drehbuch“? Welches meinen Sie?
Ich wollte ein Buch vorlegen, das nicht irgendwelche Moden und Maschen bedient, das Grundsätzliches der Unternehmensführung im Mittelstand erfasst, das als Wegweiser und Ratgeber verwendbar ist und das anregend und motivierend sein soll. Also musste ein Handlungsrahmen her, in den ich sach- und personenbezogenes Führungswissen, Ratgeberelemente, Interviews und Beispiele gut lesbar einbetten konnte. So entstand das Konzept der zwei Ebenen: Auf der einen Ebene läuft die Handlung ab. Die Handlungsträger sind erfolgreiche Mittelständler, Menschen „zum Anfassen“. Die von ihnen geführten Unternehmen sind Vorbilder – Leuchttürme des deutschen Mittelstands –, kurz M-Leuchttürme. Und die andere Ebene besetze ich mit Elementen der Unternehmensführung. Fachliche und emotionale Kompetenz können hier gewonnen werden.

Und was ist mit dem „Tabubruch“?
Die Ausgangslage ist alarmierend: Etwa 40 Tausend Firmenpleiten jährlich in Deutschland! Unternehmen der Rechtsform GmbH sind davon mit einem Anteil von etwa 50 Prozent betroffen. Wenn ich unterstelle, dass GmbHs mehrheitlich inhabergeführt sind, so steht die Frage, inwieweit das Denken und Handeln der Firmenchefs den Unternehmenserfolg oder Misserfolg maßgeblich beeinflussen. In meiner Antwort breche ich mit einem Tabu: Kritisch, oft gar provokativ, zeige ich „unterlasserische“ Ursachen für Erfolglosigkeit und Firmenpleiten auf.

Hoppla! Was meinen Sie mit „unterlasserisch“?
Firmenpleiten sind oft „hausgemacht“. Die Betonung liegt auf oft. Damit meine ich, dass Firmenpleiten weder in der Regel noch ausschließlich „hausgemacht“ sind. Vielmehr haben sie verschiedenste Ursachen: Die ausstehenden Zahlungen für erbrachte Leistungen, das Öffnen der Märkte für Billiganbieter, der falsche Rat von Beratern etc. – dieses und vieles mehr trägt zu Firmenpleiten bei. Ferner sind es die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die unseren Mittelständlern das Leben extrem schwer machen. Auf diese beiden wichtigen, jedoch im „Außen“ liegenden, Ursachen, gehe ich im Buch nicht vertiefend ein. Stattdessen interessiert mich das „Innen“.

Und wie steht es damit?
So unterschiedlich die Menschen nun mal sind, so verschieden sind auch das Denken und Handeln der Mittelständler. Die einen konzentrieren sich auf das Tagesgeschäft. Den Blick in die Zukunft verwehren sie sich. Tagesgeschäft oder Zukunft –, so steht für sie die Frage. Die anderen tun beides. Sie managen das Tagesgeschäft. Und sie gestalten die Zukunft ihrer Unternehmen. Tagesgeschäft oder Zukunft? Am exklusiven „Oder“ scheiden sich die Geister: Die „Strategen“, die Vordenker, sind im Tagesgeschäft aktiv. Gleichwohl gestalten sie die Zukunft ihrer Unternehmen erfolgreich. Die „Pragmatiker“, die Macher, hingegen, konzentrieren sich alleinig auf das Tagesgeschäft. Ihr fehlender oder getrübter Weitblick entpuppt sich oft als generelles Führungsdefizit im Mittelstand. Und letztlich: Die „Verweigerer“, die Negierer, welche die Realität verweigern und das „Licht am Ende des Tunnels“ negieren. Um zu verhindern, dass sie ans Licht gelangen und erleuchtet werden, verlängern sie lieber den Tunnel.

Welche Gruppe sprechen Sie denn nun konkret an?
Die „Strategen“ sind bereits aufgebrochen. Die „Verweigerer“ werden es nicht tun. Sie sind beratungsresistent. Bleiben die „Pragmatiker“, die Macher. Meiner Erfahrung nach bilden sie die größte Gruppe unter den Mittelständlern. Wenn es gelingt, ihnen die zweite Seite der unternehmerischen Tätigkeit stärker bewusst zu machen, ist ein Aufbruch in die Zukunft mehrheitlich machbar. Um es nochmals deutlich zu sagen: Ich bekenne mich klar zum operativen Management. Das Tagesgeschäft muss sein! Doch – darüber hinausgehend –, mein ebenso klares Bekenntnis zur strategischen Führung. Auch Zukunft muss sein! Und: Sie ist gestaltbar. Dafür gibt es Vorbilder – die M-Leuchttürme. Ich habe sie gesucht und gefunden. Im Buch stelle ich drei von ihnen vor. Sie sind mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet worden.

Was ist mit dem Praxisbezug? Woher stammt das Know-how, das Sie vermitteln?
Was ich schreibe, denke und lebe ich. Als Unternehmer, Unternehmensberater, Managementtrainer, Interviewer und ehemaliges Vorstandsmitglied des Unternehmerverbands Sachsen e. V. ist mir die unternehmerische Praxis gut vertraut. Hier erzielte ich schöne Erfolge, musste jedoch auch persönliche Niederlagen hinnehmen. Beide Erfahrungsklassen sind wertvoll, um authentisch zu schreiben.

Und wie soll das Know-how in die Unternehmen gelangen und dort umgesetzt werden?
Im Buch stelle ich ein Führungskonzept vor, das von vornherein auf die Einheit von Visionärem, Strategischem und Operativem zielt. Das Prinzip der Umsetzung lautet: Nur wenn wir den Sachverhalt, über den wir reden, messen, bewerten und steuern, können wir ihn auch verbessern. Dazu sind Ziele, Leistungskennzahlen, Zielvorgaben und zielführende Maßnahmen erforderlich. Das Konzept sieht eine beratende Begleitung der aufbruchwilligen Mittelständler vor. Um sie vor den ungebremst agierenden „Blindgängern“ der Beraterbranche zu schützen, formuliere ich die Anforderungen an die Handlungskompetenz der Berater, messe und bewerte den Erfüllungsstand und starte mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Führungsinitiative „Aufbruch Mittelstand“. Am Beispiel zeige ich, wie und womit es gelungen ist, einen „klassischen“ Wohnungsverwalter zu einem kundenorientierten Dienstleister – einen M-Leuchtturm –, zu entwickeln.

Wo liegt denn nun der konkrete Nutzwert für den Leser?
Ich habe das Buch für jene Mittelständler geschrieben, welche gewillt und fähig sind, nach vorn zu schauen. Sie sollten das Buch kaufen, weil sie sich damit einen zweifachen Nutzwert erschließen können: Mit Sachbezug erzielen sie einen Zugewinn an fachlicher Kompetenz zur Unternehmensführung. Vision, Strategie, Leitbild, Wertschöpfungsprozess und Leistungskennzahlen sind hier die Stichworte. Und mit Personenbezug erzielen sie einen Zugewinn an emotionaler Kompetenz. Führung beginnt immer beim eigenen Ich. Nur wenn wir unser eigenes Denken und Handeln zielbezogen wahrnehmen, uns motivieren und steuern, haben wir die emotionale Kompetenz, uns der Führung anderer erfolgreich zuzuwenden.
Schlussfolgernd zwei Erkenntnisse: Der einzelne Unternehmer – als Teil der Gesamtheit Mittelstand –, ist gefordert, den Aufbruch seines Unternehmens in die Zukunft mit Optimismus, Weitsicht, Mut und Menschlichkeit zu gestalten. Und für die Gesamtheit ist zu fordern, dass die Wirtschaftspolitik deutlich verbesserte Rahmenbedingungen schafft und somit ihren Beitrag zum Aufbruch des deutschen Mittelstands leistet.

Quelle: „Mitteldeutsches Presseportal Newsropa“

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